Wovon dein Beitrag wirklich abhängt
Der Beitrag richtet sich im Kern nach diesen Faktoren: der Versicherungssumme (sie orientiert sich am jährlichen Rohertrag deiner Praxis und soll deine laufenden Kosten wie Miete, Personal und Leasing tragen), der gewählten Karenzzeit, den Bausteinen (Unfall und Quarantäne sind immer dabei, Krankheit und Psyche wählbar), deiner Tätigkeit und deinem Alter beim Abschluss. Zwei Praxen mit gleichem Umsatz können deshalb unterschiedliche Beiträge zahlen.
Ein wichtiger Kostenhebel: die Karenzzeit
Die Karenzzeit ist die Zeit, die du nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit selbst trägst, bevor die Versicherung leistet. Wählbar sind 21, 42 oder 90 Tage. Je länger sie ist, desto niedriger der Beitrag – du schulterst das kurze Risiko selbst, die Versicherung springt für den langen Ausfall ein. Wer belastbare Rücklagen hat, spart hier Beitrag, ohne den Schutz für lange Ausfälle aufzugeben.
Rechenbeispiel aus einem aktuellen Angebot
Damit du eine echte Größenordnung hast: ein anonymisiertes Angebot der Inhaber-Ausfallversicherung der SIGNAL IDUNA für eine Einzelpraxis im Gesundheitswesen, versicherte Person Anfang 40, erstellt im Oktober 2026.
- Versicherungssumme
- 55.000 € pro Jahr – rund 4.580 € pro Monat
- Tagessatz
- 150,68 € (Versicherungssumme ÷ 365 Tage)
- Karenzzeit 21 Tage – Unfall, Quarantäne, Krankheit inklusive Psyche
- 150,29 € im Monat
- Karenzzeit 42 Tage – Unfall, Quarantäne, Krankheit ohne Psyche
- rund 98 € im Monat
- Was das bringt: 10 Wochen voll arbeitsunfähig, Karenzzeit 21 Tage
- 49 Leistungstage × 113,01 € = rund 5.540 €
- Was das bringt: 12 Monate voll arbeitsunfähig nach der Karenzzeit
- insgesamt 55.000 €
Monatliche Beiträge inklusive Versicherungsteuer, Vertragslaufzeit 3 Jahre mit 10 % Dauernachlass. Der Beitrag hängt u. a. von Alter, Tätigkeit, Versicherungssumme, Karenzzeit und Bausteinen ab – dein Beitrag kann abweichen. Rechenwege nach den Bedingungen AB IAV 2021.
Was die Inhaber-Ausfallversicherung der SIGNAL IDUNA leistet
Leistung schon ab 60 % Arbeitsunfähigkeit
Du musst nicht komplett ausfallen: Gezahlt wird, sobald ein Arzt eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 60 % feststellt – anteilig nach dem Grad der Arbeitsunfähigkeit.
Bis zu 365 Tage – mit steigender Staffel
Nach der Karenzzeit gibt es bis zu 365 Tage Leistung: Tag 1–90 mit 75 %, Tag 91–275 mit 100 % und Tag 276–365 mit 125 % des Tagessatzes. Bei einem ganzen Jahr voller Arbeitsunfähigkeit entspricht das der vollen Versicherungssumme.
Tagespauschale statt Kostennachweis
Du bekommst einen festen Tagessatz und entscheidest selbst, ob du damit Miete, Gehälter, Leasing oder eine Praxisvertretung bezahlst.
Unfall und Quarantäne immer dabei
Unfall und behördlich angeordnete Quarantäne sind immer versichert (nicht bei Quarantäne wegen einer erklärten Epidemie oder Pandemie). Nach einem Unfall mit mindestens 10 Tagen stationärem Krankenhausaufenthalt entfällt die Karenzzeit – dann wird ab dem ersten Tag gezahlt.
Krankheit und Psyche wählbar
Krankheit kannst du hinzunehmen, psychische Erkrankungen wie Burn-out oder Depression gegen einen Beitragszuschlag einschließen. Für die Psyche gilt eine Wartezeit von 8 Monaten.
Kein Beitragsanstieg wegen deines Alters
Dein Beitrag steigt nicht, weil du älter wirst. Optional wächst dein Schutz mit der Dynamik jährlich um 1,5 % – Versicherungssumme und Beitrag steigen dann im gleichen Verhältnis, und du kannst jeder Erhöhung widersprechen.
Wählbare Karenzzeit: 21, 42 oder 90 Tage
Je länger du einen Ausfall aus eigenen Rücklagen überbrückst, desto günstiger wird der Beitrag.
Schutz bis zum 65. Lebensjahr
Der Vertrag endet zum Ende des Versicherungsjahres, in dem die versicherte Person 65 wird.
Die zweite Stellschraube: eine realistische Versicherungssumme
Zu hoch angesetzt zahlst du Jahr für Jahr für Deckung, die du nicht brauchst. Zu niedrig angesetzt trägt deine Praxis im Ernstfall die Differenz selbst. Die richtige Summe ist keine Schätzung, sondern eine Rechnung: deine laufenden Kosten pro Jahr, Stand heute – nicht Stand Gründung. Nach oben begrenzt ist sie durch den Rohertrag deiner Praxis.
Woran du nicht sparen solltest
Nur auf den Beitrag zu schauen, greift zu kurz. Psychische Erkrankungen wie Burn-out oder Depression gehören zu den häufigen Gründen für längere Ausfälle in den Heilberufen. Bei der SIGNAL IDUNA kannst du sie gegen einen Beitragszuschlag einschließen (Wartezeit 8 Monate). Ob sich das für dich lohnt, rechnen wir in der Risiko-Analyse ehrlich gegen den Beitrag ohne Psyche-Baustein.
So bekommst du deine echte Zahl
Das Rechenbeispiel oben gibt dir eine Größenordnung – deine eigene Zahl hängt von deinen Kosten, deinem Alter und den gewählten Bausteinen ab. In der kostenlosen Risiko-Analyse rechnen wir sie in rund 20 Minuten durch – digital, unverbindlich und ohne Beratungskosten: Du zahlst nur deinen späteren Versicherungsbeitrag.
Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind die Allgemeinen Bedingungen für die Inhaber-Ausfallversicherung der SIGNAL IDUNA (AB IAV 2021) und dein Versicherungsschein.